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| Anoden |
Positiv polarisierte Elektroden einer Elektrolysezelle;
Kupfergehalt rd. 99,5%
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| Anodenofen |
Aggregat der pyrometallurgischen Kupferraffination;
in einem kombinierten Spül- und Reduktionsprozess (dem sog. Polen) wird
das Kupfer gereinigt und durch Absenkung des Sauerstoffgehalts
Anodenkupfer hergestellt. |
| Anodenschlamm |
Produkt der ® Kupferelektrolyse, das sich bei der
Auflösung der Kupferanoden auf dem Boden der Elektrolysezelle absetzt,
sowie an den Anodenresten anhaftet. Mit dem Anodenschlamm werden edle
und unlösliche Bestandteile der Anode ausgebracht (z.B. Silber, Gold,
Selen und Blei). |
| Backwardation |
"Die Äpfel auf dem Markt sind teurer als die Äpfel
auf dem Baum"
Besondere Preiskonstellation an den Metallbörsen (LME, COMEX), die
durch Verknappung von prompt verfügbaren Metallbeständen auftritt.
Während einer Backwardation notieren, im Gegensatz zum Contango, die
Preise für kurzfristig verfügbare Metalle (Kassa-, Tageskurs) über den
Langfristpreisen (3-Monats-, Terminkurs).
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| BE-Kupfer |
Best-Electrolyt-Kupfer; zeichnet sich durch
besondere elektrische Leitfähigkeit, gute Löteigenschaften und
hervorragende Wasserstoffbeständigkeit aus |
| Betriebsstillstand |
Turnusmäßig wiederkehrende Stilllegung der
Produktion, um sämtliche Öfen und dazugehörige Anlagen zu überholen,
warten und instandzusetzen. (Neue Ausmauerung der Öfen, Austausch von
Brennern, etc.) |
| Blisterkupfer |
Auch "Blasenkupfer" ist unraffiniertes, blasiges
Kupfer. Kupfer besitzt im schmelzflüssigen Zustand ein höheres
Lösevermögen für Gase als das feste Metall. Beim Erstarren scheiden
sich die Gase als kleine Blasen (englisch: blister) im Kupfer aus. |
| Cakes |
Im ® Stranggussverfahren hergestellte Vierkantbarren
mit variabler Länge und einem Gewicht von bis zu 25 Tonnen. Cakes sind
das Vorprodukt für die Herstellung von Kupferblechen und Folien. |
| COMEX |
Ist neben der LME eine der beiden wichtigen Metallbörsen. Sie hat vor allem Bedeutung für den amerikanischen Markt. |
| Contango |
"Die Äpfel am Baum sind teurer als die Äpfel auf dem
Markt"
Ist der Normalzustand der Metallpreisnotierungen an den Metallbörsen,
bei dem der Tagespreis unter dem Terminpreis für das jeweilige Metall
liegt. |
| Contimeltanlage |
Ein von der NA und Union Miniere (Belgien)
entwickeltes kontinuierliches und damit besonders energiesparendes
Verfahren zur Verarbeitung von ® Blisterkupfer, Kupferschrott und
Anodenresten zu Kupferanoden. |
| Doppelkontaktanlage |
Bei der Schwefelsäureherstellung wird das im Prozeßgas enthaltene Schwefeldioxid (SO2) an sog. Kontakten (Katalysatoren) zu Schwefeltrioxid (SO3) umgesetzt und anschließend in Schwefelsäure (H2SO4)
absorbiert. Der Umsetzungsgrad des vorlaufenden Schwefels erreicht in
einer solchen Einfachkontaktanlage ca. 97,5%. Durch weitere, der
SO3-Zwischenabsorption nachgeschaltete Kontaktstufen (Doppelkontakt),
wird der Wirkungsgrad der SO2-Abscheidung deutlich erhöht (NA: 99,6%). |
| DOWA-Tower |
Aggregat , das bei der NA eingesetzt wird, um das Quecksilber vor der Schwefelsäureproduktion aus den SO2-haltigen
Abgasen der RWO zu entfernen. Dabei werden die Abgase durch einen mit
kleinen porösen Bimsstein-Pellets gefüllten Turm (Tower) geleitet. DOWA
ist der Name der japanische Firma, die das entsprechende Verfahren
entwickelt hat und das Patent besitzt. |
| Eisensilikatgestein |
Schmelzprodukte der (Primär)-Kupfergewinnung. Im
Verhüttungsprozess wird das im Kupferkonzentrat chemisch gebundene
Eisen unter Zugabe von Sand (SiO2) zu Eisensilikat (2 FeO x SiO2)
verschmolzen. In der Struktur vergleichbar mit natürlichen Gesteinen,
hat dieses künstlich erzeugte Gestein jedoch eine deutlich höhere
Dichte und Härte. |
| Elektrolyt |
Ist ein Stoff (bzw. dessen Lösung), der aufgrund
vorhandener freibeweglicher Ionen elektrische leitfähig ist. In einer
Kupferelektrolyse besteht dieser aus einer schwefelsauren
Kupfersulfatlösung und verbindet Anode und Kathode als elektrischer
Leiter. Da sich während des Prozesses Kupfer sowie andere lösliche
Stoffe (z.B. Arsen und Nickel) aus den Anoden im Elektrolyten
anreichern, wird kontinuierlich eine Teilmenge des Elektrolyten
ausgetauscht. Nach der Entkupferung werden angereicherte Stoffe – z.B.
Arsen als Arsenik (As2O3) und Nickel als Nickelsulfat (NiSO4) – gewonnen. Der Elektrolyt wird in regenerierter Form dem Prozess wieder zugesetzt (Kreislauf). |
| Gießwalzdraht |
Im ® Southwire-Verfahren hergestelltes Vorprodukt für die Produktion von Drähten. Durchmesser von 8 bis 25 mm. |
| Güldisch |
Rohsilber mit einem Silbergehalt von mehr als 90%.
Enthält neben Gold auch Platinmetalle. Wird in der Silberelektrolyse
weiter raffiniert. |
| Katalysator |
Katalysatoren sind Stoffe, die durch ihre
Anwesenheit die Ablaufgeschwindigkeiten chemischer Reaktionen
beeinflussen (erhöhen) und nach Abschluss der Reaktion in unveränderter
Form vorliegen. Theoretisch wird ein Katalysator nicht verbraucht. |
| Kathoden |
Negativ polarisierte Elektrode einer Elektrolysezelle. |
| Kokille |
Gussform aus Kupfer, Graphit, Gusseisen oder Stahl
zum Gießen von Metallblöcken. Für die Herstellung von
Kupfer-Stranggussformaten werden wassergekühlte, oben und unten offene
Kokillen aus Graphit mit einer Kupferummantelung verwendet. |
| Konverter |
Metallurgisches Aggregat, in dem i.d.R. oxidierende Metallgewinnungs- oder Raffinationsprozesse durchgeführt werden. |
| Kupferanoden |
Endprodukt des Hüttenprozesses (Kupfergehalt 99,6%). Sie wird in der Elektrolyse zur Kupferkathode weiterverarbeitet. |
| Kupferelektrolyse |
Die Elektrolyse – ein hydrometallurgischer Prozess
zur elektrochemischen Raffination von Kupfer – ist die letzte
Raffinationsstufe der Kupfergewinnung. Anode und Kathode werden im
Wechsel in eine schwefelsaure Lösung (Elektrolyt) gehängt und an einen
Stromkreis angeschlossen. Kupfer und unedlere Elemente (Arsen, Nickel,
etc.) gehen an der Anode in die Lösung. Edelmetalle und in
Schwefelsäure unlösliche Elemente (z.B. Blei, Selen) sinken zu Boden
und bilden den Anodenschlamm. An der Kathode scheidet sich Kupfer aus
der Lösung mit einer Reinheit von 99,99% ab. |
| Kupferkathoden |
Produkt der ® Kupferelektrolyse (Kupfergehalt > 99,99%) und Grundprodukt (erstes Basisprodukt) der NA. |
| Kupferkonzentrat |
Produkt aus der Aufbereitung (Anreicherung) von
Kupfererzen, Hauptrohstoff der NA. Da Kupfer in seinen Erzen fast
ausschließlich chemisch gebunden und in niedrigen Konzentrationen (0,5
bis 4 % Kupferinhalt) vorliegt, werden die Erze nach der Gewinnung in
der Mine in Aufbereitungsanlagen zu Konzentraten angereichert
(Kupfergehalt 25 bis 40 %). Die bei der NA verarbeiteten
Kupferkonzentrate können neben den Hauptbestandteilen Kupfer, Eisen und
Schwefel (je etwa 30 %) auch Edelmetalle, Arsen, Wismut, Blei, Nickel,
Selen und Tellur enthalten. |
| Kupferstein |
Bei der pyrometallurgischen Verarbeitung
sulfidischer Kupferkonzentrate entstehende Mischphase aus Kupfersulfid
und Eisensulfid (nCu2S x FeS). Der bei der NA im
Schwebeschmelzofen erzeugte Kupfer(roh)stein mit einem Kupfergehalt von
ca. 65% wird im Konverter durch selektive Oxidation zunächst zu
Spurstein (Cu2S) und dann weiter zu ® Blisterkupfer verarbeitet. |
| LME (London Metal Exchange) |
Die umsatzstärkste und wichtigste Metallbörse der Welt. |
| Metallbörse |
Warenterminbörse, an der durch Vergleich von Angebot
und Nachfrage allgemein anerkannte Metallpreise als Grundlage für den
weltweiten Handel mit Metallen und Warenterminkontrakten festgestellt
werden. |
| Metallurgie |
Oder auch Hüttenwesen. Sammelbegriff für Verfahren
zur Herstellung von Metallen aus Rohstoffen wie Erzkonzentraten,
Rückständen und Recyclingmaterialien. Man unterscheidet in
pyrometallurgische (schmelzflüssige) und hydrometallurgische
(nasschemische) Verfahren. |
| OF-Kupfer |
Oxygen-free (sauerstofffreies) Kupfer |
| Outokumpu-Verfahren |
Outokumpu Oy ist der Name der finnischen
Hüttengesellschaft, die dieses pyrometallurgische Verfahren zur
Verarbeitung von Kupfer- bzw. Nickelerzkonzentraten entwickelt hat.
Kernstück dieses Verfahrens ist die ® Schwebeschmelzofenanlage. |
| Oxidation |
In der ® Metallurgie werden unter diesem Begriff die
chemischen Reaktionen zusammengefasst, bei denen Sauerstoff aufgenommen
(verbraucht) wird. Reaktionsprodukt ist oft ein Oxid. In der
allgemeinen Chemie fasst man unter diesem Oberbegriff alle Reaktionen
zusammen, in deren Verlauf Atome, Moleküle oder Ionen Elektronen
abgeben. |
| Reduktion |
In der ® Metallurgie die Umkehrung der Oxidation,
also die Sauerstoffabgabe bzw. in der allgemeinen Chemie die
Elektronenaufnahme. Reduktionsverfahren haben in der Metallurgie eine
große Bedeutung bei der Gewinnung von Metallen aus ihren oxidischen
Verbindungen. |
| Rohhütte |
Werksteile oder Unternehmen, in denen die Gewinnung
von Roh- oder Werkmetallen erfolgt, bezeichnet man als Rohhütte.
Typische Produkte sind Werkblei, Blister- und ® Schwarzkupfer sowie ®
Rotguss. |
| Rotguss |
Zur Gruppe der Bronzen gehörende Kupferlegierungen mit 4 bis 10% Zinn, 2 bis 7% Zink und bis zu 7% Blei. |
| Schmelzlöhne |
Verarbeitungsentgelte, die die NA von den Minen für die Verarbeitung der Erzkonzentrate erhält. |
| Schwebeschmelzofen |
Erster pyrometallurgischer Prozessschritt bei der
Verarbeitung von Kupferkonzentrat. Das in einem Reaktionsschacht
herabfallende (schwebende) Konzentrat wird mit Sauerstoff zur Reaktion
gebracht. Durch die freiwerdende Wärme schmilzt das Konzentrat.
Schwefel und Eisen werden in Zwischenprodukten abgetrennt. Es erfolgt
eine Anreicherung des Kupfers im ® Kupferstein auf etwa 65%
Kupferinhalt. |
| Southwire-Verfahren |
Mit diesem auch bei der NA genutzten Verfahren wird
das ursprünglich diskontinuierlich und in getrennten
Verfahrensschritten durchgeführte Gießen von Drahtbarren (Wirebars) und
deren anschließendes Warmwalzen zu einzelnen Drahtabschnitten in einem
kontinuierlichen Prozeß zusammengefasst. Dabei wird das geschmolzene
Kupfer über ein Gießrad zunächst zu einem endlosen Strang vergossen.
Dieser wird direkt aus der Schmelzwärme in einer mehrstufigen
Warmwalzstraße zu Gießwalzdraht umgeformt, welcher das Ausgangsprodukt
für die Herstellung von Kabeln, Litzen und hauchfeinen Drähten bei
unseren Kunden darstellt.
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| Strangguss |
Kontinuierliches Gießverfahren, bei dem im Gegensatz
zum Kokillenguß ein endloser Barrenstrang erzeugt wird. Während des
Gießprozesses werden von diesem Strang mit einer mitlaufenden
(„fliegenden“) Säge die einzelnen Barren abgetrennt. Es können
Vierkant- oder Rundbarren in den verschiedensten Abmessungen und mit
variablen Längen entsprechend den Kundenanforderungen erzeugt werden.
Die Vierkantbarren (Walzplatten) werden durch walzen zu Blechen,
Bändern oder Folien weiterverarbeitet, die Rundbarren (Billets) werden
hauptsächlich mittels Strangpressen zu Profilen oder Rohren umgeformt.
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| Treibkonverter |
Einstufiges pyrometallurgisches Aggregat zur Gewinnung von Edelmetallen aus dem Anodenschlamm der Elektrolyse |